Einladung zur Lesung am 22.7. um 19 Uhr

Die Ausbeutung von Saisonarbeiter*innen  bildet die Grundlage vieler gartenbaulicher Produktionssysteme.  Ohne die zeitlich befristeten Arbeitsmigrant*innen, die regelmäßig für einige Wochen oder Monate ihre Heimat verlassen, um in der deutschen Landwirtschaft zu arbeiten, könnten Spargel und Erdbeeren kaum geerntet werden. Obwohl diese systemrelevanten Arbeitskräfte jährlich in großer Zahl anreisen und die Produktion vieler Spezialkulturen erst ermöglichen, bleiben sie meist gesellschaftlich unsichtbar.
Das wollten die Autor*innen Kathrin Birner und Stefan Dietl ändern. In ihrem Buch „Die modernen Wanderarbeiter*innen – Arbeitsmigrant*innen im Kampf um ihre Rechte“ geben sie den Arbeiter*innen eine Stimme.
Die kritischen Agrarwissenschaftler*innen Bonn laden gemeinsam mit dem Buchladen le Sabot , der FAU Bonn und dem Arbeitskreis kritischer Jurist*innen  zu einer Autor*innenlesung ein – nicht verpassen!
Zoom Link für die Lesung:
Meeting-ID: 998 1319 8934
Kenncode: 290426

Veranstaltung: „Erdoğans ‚Neue Türkei‘ und der Krieg gegen die Kurd:innen – Bericht von der Friedensdelegation nach Südkurdistan“

WANN? Mittwoch, 14.7.2021, 19.00 Uhr

WO? Deutsch-kurdisches Kulturhaus e.V., Bornheimer Str. 88, 53111 Bonn

WIE? Bitte entweder mit aktuellem negativem Corona-Test oder
vollständigem Impfschutz; und bitte mit medizinischer / FFP2-Maske.

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Masken-Soli der FAU Bonn: Aktion erfreulich beendet!

Im Januar 2021 beschloss der Corona-Gipfel der Bundesregierung die FFP2-Maskenpflicht in nahezu allen Bereichen des öffentlichen Lebens. Bis zu diesem Zeitpunkt reichte meist eine wiederverwendbare und leicht selbst herzustellende Alltagsmaske, wie für den Einkauf in Geschäften des täglichen Bedarfs oder der Nutzung des ÖPNV.

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Rede zum libertären 1. Mai 2021

Die Zeit wird kommen, wo unser Schweigen stärker ist, als die Stimmen, die sie heute erdrosseln.“ – August Spies, hingerichtet im November 1887

Die Geschichte des ersten Mai als Kampftag der Arbeiterklasse begann mit einem nie aufgeklärten Bombenanschlag während einer Demonstration am 4. Mai 1886 in Chicago. Dieser Anschlag wurde als Rechtfertigung herangezogen, um gegen sieben Anarchisten, die nachweislich nichts mit dem Anschlag zu tun hatten, die Todesstrafe zu verhängen. In der Urteilsbegründung stand, dass der Bombenanschlag wegen der Ideen der Männer verübt worden wäre und dass sie daher ebenso schuldig seien wie die eigentliche Täter*in. Der Richter, der diesen Justizmord verkündete, war wohl der Meinung, dass bestimmte Ideen gefährlicher sind als jede Bombe. Es sind eigentlich nur ein paar einfache Ideen, die so gefährlich sind: Die Idee, dass Menschen frei und selbstbestimmt zusammen leben können, die Idee, dass Herrschaft uns die Menschlichkeit raubt, egal ob wir herrschen oder beherrscht werden und die Idee, dass jeder Mensch das Recht auf ein Leben in Würde hat.

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Bonn: Einigung im Lohnstreit der Arbeiter*innen aus dem Bornheimer „Spargel-Streik“

Wie die Gewerkschaft Freie Arbeiter*innen Union Bonn auf Nachfrage in Erfahrung bringen konnte, ist es in dem Streit um Lohnnachzahlungen für über hundert rumänische Saisonarbeiter*innen des insolventen Spargelgutes Ritter zu einer außergerichtlichen Einigung gekommen. Die Einigung wurde zwischen der juristischen Vertretung der Saisonarbeiter*innen, den Anwälten Harald Klinke und Stefan Hübner sowie der Insolvenzverwaltung der Klaus und Sabine Ritter GbR, dem Rechtsanwaltsbüro Schulte-Beckhausen und Bühs, erzielt. Beide Parteien haben sich zu Stillschweigen über den Inhalt der Einigung verpflichtet. Da aber bereits im Juli 2020 Verhandlungen über Lohnnachzahlungen von im Bereich von 100.000 Euro geführt wurden, ist davon auszugehen, dass die endgültige Einigung nicht niedriger als der damalige Streitwert ausgefallen ist.

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[PM] Durstexpress: Nach dem Klatschen kommt die Kürzung

Gerne teilen wir folgende Pressemitteilung von FAU Leipzig:

„[PM] Durstexpress: Nach dem Klatschen kommt die Kürzung

Leipzig, den 25.10.2020

Im Leipziger Standort des Getränkelieferanten Durstexpress versammelten sich am 15.10.2020 bei Schichtbeginn 17 Teilzeitbeschäftigte vor dem Niederlassungsleiter Patrick G., um gemeinsam aktiv ihre Arbeitskraft anzubieten. Nachdem noch vor wenigen Wochen infolge der Covid-19-Pandemie auch die Durstexpress-Mitarbeiter*Innen zu „Essential Workers“ erklärt und beklatscht wurden, erfolgte prompt eine Kürzung der angebotenen Schichten um bis zu 50 %, wodurch sie seit Oktober nicht einmal die ihnen garantierten Wochenstunden erarbeiten können. Es drohen existenzbedrohende Lohnausfälle. Gleichzeitig wurden Gewerkschaftsvertreter*Innen der FAU vom Standortleiter Patrick G. widerrechtlich des Geländes verwiesen, gewerkschaftliches Informationsmaterial verboten und eingesammelt.

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